In bekannten FFF-3D-Druck-Verfahren (Fused Filament Fabrication) werden meistens thermoplastische Filamente (PLA, ABS, PA, PC, PEEK, etc.) als Grundmaterial eingesetzt. Diese Filamente wurden speziell für die 3D-Drucktechnologie entwickelt und können von handelsüblichen 3D-Druckern verarbeitet werden.
Für die Serienproduktion von komplexen, präzisen Kunststoffteilen in der Industrie wird vielfach die „Spritzguss-Technik“ eingesetzt. Als Grundmaterial wird hierbei Kunststoffgranulat (Pellets) verwendet. Unter hohem Druck wird das geschmolzene Kunststoffgranulat in eine Form (Spritzgießwerkzeug) gespritzt wird. Nach dem Abkühlen und Erstarren nimmt der Kunststoff die Form des Hohlraums an, und das fertige Teil kann entnommen werden.
Der 3D-Drucker W2.0 kann mit speziell dafür entwickelten Druckköpfen zum 3D-Druck mit Pellets (Kunststoffgranulat) ausgestattet werden. Durch die damit wesentlich vergrößerte Anzahl an verfügbaren, standardisierten und kostengünstigen Druckmaterialien eröffnen sich neue Einsatzbereiche für den W2.0 in Industrie, Forschung, Automobil-, Flugzeug- oder Defense-Industrie.
"Mit dem Pellets-3D-Druck sind jene Vorteile, die man aus der Großserien-Produktion im Spritzguss-Verfahren kennt, auch im 3D-Druck verfügbar: eine äußerst umfangreiche und kostengünstige Auswahl an Druck-Grundmaterial, die über Jahrzehnte erprobt wurden, sowie ausgereift und in riesiger Variantenvielfalt am Markt verfügbar sind."
Das exakte, schichtweise Auftragen von geschmolzenem Pellets-Kunststoffgranulat in der 3D-Druck-Technik erfordert ein spezielles Handling. Die bereits vorhandenen Mehrfach-Druckköpfe des W2.0 3D-Druckers von APS werden dabei auf Wunsch mit einem (oder mehreren) neuen Druckkopf/Druckköpfen speziell für Pellets-Materialen erweitert.
Die Einsatzmöglichkeiten und die bereits bekannten Vorteile des APS W2.0 3D-Druckers wie Präzision, Druckqualität, Größe und Flexibilität werden dank 3D-Druck mit Pelletsmaterialien nochmals erweitert. Besonders in Kombination mit der vom W2.0 bereits bekannten Produktinnovation wie die nahtlose Integration von Formbauteilen in das gedruckte Bauteile („Print&Place“-Technologie z.B. für RFID-Tags) oder den Druck von hochfesten und leichten Bauteilen mit der CFF Endlosfaser-Technologie (Continuous Fiber Fabrication), können beim W2.0 jetzt in das gleiche Bauteil mit Pellets-Druck beispielsweise Gummi-Elemente (z.B. Dichtungen) im selben Druckprozess direkt in das Bauteil integriert werden.
Durch die Multifunktionalität des W.0, mehrere unterschiedliche Drucktechnologien zu kombinieren, können analog wie in der Stahlbetontechnologie die Armierungseisen, Carbon-Endlosfasern in den hoch belasteten Bereichen eingelegt werden. Dadurch eröffnet sich ein weiter Bereich von Anwendungen um grossvolumige Bauteile mit hohen Belastungen kostengünstig herzustellen.